Das Testament einer Katze
Wenn Menschen sterben, machen
sie ein Testament,
um ihr Heim und alles, was sie haben,
denen zu hinterlassen, die sie lieben.
Ich würde auch solch´ ein
Testament machen,
wenn ich schreiben könnte.
Einem armen, sehnsuchtsvollen,
einsamen Streuner
würde ich mein glückliches Zuhause hinterlassen,
meinen Napf, mein kuscheliges Bett,
mein weiches Kissen, mein Spielzeug
und den so geliebten Schoß,
die sanft streichelnde Hand,
die liebevolle Stimme,
den Platz, den ich in jemandes Herzen hatte,
die Liebe, die mir zu guter Letzt
zu einem friedlichen und schmerzfreien Ende helfen wird,
gehalten im liebendem Arm.
Wenn ich einmal sterbe, dann
sag' bitte nicht:
"Nie wieder werde ich ein Tier haben,
der Verlust tut viel zu weh!"
Such Dir eine einsame,
ungeliebte Katze aus
und gib' ihr meinen Platz.
Das ist mein Erbe.
Die
Liebe, die ich zurück lasse, ist alles,
was ich geben kann.
Die Engel
Die Geschichte von der kleinen
Katze die über die Regenbogenbrücke ging
Der kleine rote Kater blieb
plötzlich stehen. Hinter ihm spielten Kätzchen auf einer bunten Sommerwiese,
jagten einander und rauften spielerisch. Es sah so fröhlich aus, aber vor ihm,
im klaren ruhigen Wasser des
Teiches, sah er seine Mommy. Und sie weinte bitterlich.
Er tapste ins Wasser und
versuchte, sie zu berühren, und als er das nicht konnte, hüpfte er hinein.
Nun war er ganz nass und Mommys Bild tanzte auf den Wellen fort.
"Mommy!" rief er. "Ist etwas nicht in Ordnung?"
Der kleine rote Kater drehte
sich um. Eine Dame stand am Ufer des Teiches, mit traurigen,
aber liebevollen Augen. Der kleine rote Kater seufzte und kletterte aus dem
Wasser.
"Das muss ein Fehler sein", sagte er. "Ich sollte nicht hier
sein".
Er sah zurück ins Wasser und das
Bild seiner Mommy spiegelte sich wieder darin. "Ich bin doch noch ein
Baby.
Mommy sagt, das muss ein Irrtum sein. Sie sagt, ich darf gar nicht hier
sein".
Die freundliche Dame seufzte und
setzte sich ins Gras. Der kleine rote Kater kletterte in ihren Schoß.
Es war nicht Mommys Schoß, aber es war fast genauso gut. Als sie begann, ihn zu
streicheln und
genau dort unter dem Kinn zu kraulen, wo er es am liebsten mochte, fing er fast
gegen seinen
Willen zu schnurren an.
"Ich fürchte, es ist kein
Fehler. Es ist Dir bestimmt, hier zu sein, und Deine Mommy weiß es tief in
ihrem Herzen",
sagte die Dame. Der kleine rote Kater seufzte und lehnte seinen Kopf an den Fuß
der Dame.
"Aber sie ist so traurig. Es tut mir so weh, sie so weinen zu hören. Und
auch Daddy ist traurig".
"Aber sie wussten von
Anfang an, dass dies geschehen würde" sagte die Dame mit einem liebevollen
Blick
auf den kleinen Kater. "War ich denn krank?"
Das überraschte den kleinen
roten Kater. Niemand hatte jemals etwas darüber gesagt und er hatte oft
zugehört wenn sie dachten, er schliefe. Sie sprachen stets nur darüber, wie süß
er doch war und wie
schnell er gewachsen war.
"Nein, sie wussten nicht,
dass Du krank warst", sagte die freundliche Dame "Aber dennoch
wussten sie,
dass sie die Tränen gewählt hatten". "Nein, das taten sie
nicht", sagte der kleine rote Kater.
"Wer würde schon Tränen wählen?"
Sanft küsste die Dame sein
Köpfchen. Er fühlte sich sicher und warm und geliebt - aber er war noch immer
voll Sorge um seine Mommy. "Ich will Dir eine Geschichte erzählen",
sagte die Dame.
Der kleine rote Kater sah auf
und sah die anderen Tiere näher kommen. Katzen - Big Boy und Snowball,
Shamus und Abby und auch Little Cleo und Robin. Merlin, Toby und Iggy und
Zachary, Sweetie, Kamatta
und Obie. Hunde auch - Sally, Baby und Morgan, Rocky und Belle. Sogar eine
Eidechse namens Clyde
und einige Ratten und ein Hamster namens Odo. Alle legten sich erwartungsvoll
ins Gras rund um die Dame
und sahen wartend zu ihr auf. Sie lächelte und begann:
"Vor langer, langer Zeit
gingen die kleinen Engel zum Oberengel und baten ihn um Hilfe, weil sie so
einsam waren.
Der Oberengel brachte sie zu einer großen Mauer mit vielen Fenstern und ließ
sie aus dem ersten Fenster
auf alle möglichen Dinge schauen - Puppen und Stofftiere und Spielzeugautos und
vieles mehr.
"Hier habt ihr etwas, das
ihr lieben könnt" sagte der Engel. "Diese Dinge werden eure
Einsamkeit vertreiben".
"Oh, vielen Dank", sagten die kleinen Engel. "Das ist gerade,
was wir brauchen". "Ihr habt das Vergnügen gewählt",
erklärte ihnen der Oberengel.
Aber nach einiger Zeit kamen die
kleinen Engel zurück. "Dinge kann man schon lieben", meinten sie.
"Aber sie kümmern sich nicht darum, dass wir sie lieben".
Der Oberengel führte sie zum
zweiten Fenster. Sie sahen hinaus und sahen alle möglich Arten wilder Tiere.
"Ihr könnt diese Tiere lieben", sagte er. "Sie werden wissen,
dass ihr sie liebt."
Die kleinen Engel waren
begeistert. Sie liefen hinaus zu den Tieren. Einer gründete einen Zoo,
ein anderer ein Naturschutzgebiet, einige fütterten die Vögel. "Ihr habt
die Befriedigung gewählt", sagte der Oberengel.
Aber nach einiger Zeit kamen die
kleinen Engel zurück. "Sie wissen, dass wir sie lieben", sagten sie.
"Aber sie lieben uns nicht wieder. Wir möchten auch geliebt
werden."
So führte sie der Oberengel zum
dritten Fenster und zeigte ihnen die Menschen. "Hier sind Menschen zum
Lieben",
erklärte er ihnen. Die kleinen Engel eilten hinaus zu den Menschen. "Ihr
habt die Verantwortung gewählt",
sagte der Oberengel.
Aber bald waren sie wieder
zurück. "Menschen kann man schon lieben", klagten sie "aber oft
hören sie auf,
uns zu lieben und verlassen uns. Sie brechen unsere Herzen." Der große
Engel schüttelte den Kopf.
"Ich kann euch nicht mehr helfen. Ihr müsst mit dem zufrieden sein, was
ich euch gegeben habe."
Da entdeckte einer der kleinen
Engel ein weiteres Fenster und sah kleine und große Hunde und Katzen,
Eidechsen, Hamster und Frettchen. Die anderen liefen herbei und bestaunten sie.
"Was ist mit denen?" riefen sie.
Aber der Oberengel schob sie vom
Fenster weg. "Das sind Gefühlstrainer", sagte er. "Aber wir
haben Probleme
mit ihrem Operating-System." "Würden sie wissen, dass wir sie
lieben?" fragte einer -
"Ja", erwiderte der Oberengel widerstrebend.
"Und würden sie uns
wiederlieben?" fragte ein anderer - "Ja", erwiderte der große
Engel.
"Werden sie je aufhören, uns zu lieben?" riefen sie -
"Nein", gestand der große Engel.
"Sie werden euch für immer lieben."
"Dann sind sie genau das,
was wir uns wünschen", riefen die kleinen Engel. Aber der Oberengel war
sehr aufgeregt.
"Ihr versteht nicht", erklärte er ihnen. "Ihr müsst sie füttern.
Und ihr müsst ihre Umgebung reinigen und immer für sie sorgen."
"Das tun wir gerne",
riefen die kleinen Engel. Und sie hörten nicht zu. Sie beugten sich nieder und
nahmen die zahmen Tiere in die Arme und die Liebe in ihrem Herzen spiegelte
sich in den Augen der Tiere.
"Sie sind nicht gut
programmiert" rief der Oberengel, "es gibt keine Garantie für sie.
Wir wissen nicht, wie lange sie halten. Manche hören sehr rasch auf zu
funktionieren, und manche halten länger!"
Aber das kümmerte die kleinen
Engel nicht. Sie drückten die warmen weichen Körperchen an sich
und ihre Herzen füllten sich mit Liebe, so dass sie fast zersprangen. "Wir
haben unsere Chance!" riefen sie.
"Ihr versteht nicht",
versuchte es der Oberengel zum letzten Mal. "Sie sind so gemacht, dass
selbst
der Haltbarste von ihnen euch nicht überleben wird. Euer Schicksal wird sein,
durch ihren Verlust zu leiden!"
Die kleinen Engel betrachteten
die Tiere in ihren Armen und schluckten. Dann sagten sie tapfer:
"Das macht nichts. Es ist ein fairer Tausch für die Liebe, die sie uns
geben." Der Oberengel sah ihnen nach
und schüttelte den Kopf. "Nun habt ihr die Tränen gewählt", flüsterte
er.
"Und so ist es auch
geblieben", meinte die freundliche Dame. "Und jede Mommy und jeder
Daddy weiß das.
Wenn sie euch in ihr Herz schließen, wissen sie, dass ihr sie eines Tages
verlassen werdet und sie weinen müssen."
Der kleine rote Kater setzte
sich auf. "Warum nehmen sie uns dann zu sich?" fragte er erstaunt.
"Weil auch nur eine kurze Zeit eurer Liebe den Kummer wert ist."
"Oh", sagte der kleine Kater und
starrte wieder in den Teich. Da war noch immer das Bild seiner Mommy, weinend.
"Wird sie jemals aufhören zu weinen?"
Sie nickte. "Sieh, der
Oberengel bedauerte die kleinen Engel. Er konnte die Tränen nicht wegzaubern,
aber er mochte sie besonders." Sie tauchte die Hand in den Teich und ließ
das Wasser von ihren Fingern tropfen.
"Er machte heilende Tränen
aus diesem Wasser. Jede Träne enthält ein bisschen von der glücklichen Zeit
und all dem Schnurren und Streicheln und der Freude an Dir. Wenn Deine Mommy
weint, heilt ihr Herz.
Es mag seine Zeit dauern, aber durch ihre Tränen fühlt sie sich besser. Nach
einiger Zeit wird sie nicht
mehr so traurig sein, wenn sie an Dich denkt, und sich nur der schönen Zeit erinnern.
Und sie wird ihr Herz wieder für einen neues Kätzchen öffnen."
"Aber dann wird sie eines
Tages wieder weinen!" Die Dame lächelte ihn an und stand auf.
"Aber sie wird auch wieder jemanden lieb haben. Daran wird sie
denken".
Sie nahm Big Boy und Snowball in
ihre Arme und kraulte Morgan genau dort am Ohr, wo sie es so mochte.
„Sieh nur, die Schmetterlinge kommen. Sollen wir nicht spielen gehen?" Die
anderen Tiere liefen voraus,
aber der kleine rote Kater wollte seine Mommy noch nicht verlassen.
"Werden wir jemals wieder
zusammen sein?" Die freundliche Dame nickte.
"Du wirst in den Augen
jeder Katze sein, die sie ansieht. Und sie wird Dich im Schnurren jeder Katze
hören,
die sie streichelt. Und spät in der Nacht, wenn sie einschläft, wirst Du ihr nahe
sein und ihr werdet beide Frieden haben.
Und bald, eines Tages, wirst Du ihr einen Regenbogen senden, damit sie weiß,
dass Du in Sicherheit
bist und hier auf sie wartest."
"Das gefällt mir",
sagte der kleine rote Kater und warf einen letzten langen Blick auf seine
Mommy.
Er sah ihr Lächeln unter ihren Tränen und wusste, dass ihr eingefallen war, wie
er fast in die Badewanne gefallen wäre.
"Ich hab' dich lieb,
Mommy", flüsterte er. "Es ist schon okay, wenn Du weinst". Er
blickte zu den anderen,
die spielten, und lachten mit den Schmetterlingen. "Oh, Mommy! Ich gehe
jetzt spielen, okay?
Aber ich werde immer bei Dir sein, das verspreche ich."
Dann wandte er sich um und lief
den anderen nach.....
Es geht nicht daß ich bleibe,
mich ruft mein Stern.
Wir treffen uns an der
Regenbogenbrücke.
Die Regenbogenbrücke
Eine Brücke verbindet den Himmel
und die Erde. Wegen der vielen Farben nennt man sie die Brücke
des Regenbogens. Auf einer Seite der Brücke liegt ein Land mit Wiesen, Hügeln
und saftigem, grünen Gras.
Wenn ein geliebtes Tier auf der
Erde für immer eingeschlafen ist, geht es zu diesem wunderschönen Ort.
Dort gibt es stets fressen und zu trinken und es ist immer warmes, schönes
Frühlingswetter.
Die alten und kranken Tiere
werden im Land hinter der Regenbogenbrücke wieder jung und gesund und
spielen den ganzen Tag zusammen. Die Tiere sind dort glücklich und zufrieden
und es gibt nur eine Kleinigkeit,
die sie vermissen. Sie alle sind nicht mit dem Menschen zusammen, den sie so
sehr geliebt haben.
So laufen und spielen sie jeden
Tag zusammen, bis eines Tages plötzlich eines von ihnen innehält und aufsieht.
Die Nase bebt, die Ohren stellen sich nach vorne und die Augen werden ganz
groß! Plötzlich rennt es aus
der Gruppe heraus, fliegt über das grüne Gras. Wird schneller und schneller.
Es hat Dich gesehen und wenn Du
und dein Liebling sich treffen, nimmst du ihn in Deine Arme und hältst ihn
so fest Du kannst. Dein Gesicht wird geküsst und abgeschleckt, wieder und
wieder und endlich schaust Du
nach langer Zeit in die Augen deines geliebten Tieres, das lange aus Deinem
Leben verschwunden war ....
aber nie aus Deinem Herzen.
Dann überschreitet ihr gemeinsam
das letzte Stück der Brücke des Regenbogens und ihr werdet
nie wieder getrennt sein...... nie wieder.
Gedicht 1
Es vergehen Stunden, Tage,
Wochen...Dein Gehen hat mir das Herz gebrochen!
Ich spüre noch genau, wie Dein Fell sich fühlt ... weich und warm Ich erinnere
mich an Momente – Du in meinem Arm....
Lass mich weilen, lass mich träumen, keine Erinnerung versäumen.
Kennst Du die Brücke – kannst Du sie sehn ? Farben so wie selten geschehen?
Ein Blau... so tief
Ein Gelb ... so hell
Ein Rot ... was niemals so gesehen.
Ich bring Dich hin, Deine Augen voller Sterne,
wenn ich könnt.....
Aber Nein, ich lass Dich gehen ...wenn auch nicht gerne.
Gedicht 2
Mit voller Kraft läufst Du über
diese Brücke,
Kraft, die ich an Dir vermisst habe,
Kraft, die ich Dir die letzten Tage immer gewünscht habe!
...und meine Tränen werden für dich hinter der Regenbogenbrücke immer ein
warmer Sommerregen sein...
Gedicht 3
Wo Worte fehlen, das
Unbeschreibliche zu beschreiben,
wo die Augen versagen, das Unabwendbare zu sehen,
wo die Hände das Unbegreifliche nicht fassen können,
bleibt einzig die Gewissheit, dass Du für immer in unseren Herzen weiterleben
wirst.
Gedicht 4
Ich werde unter der Sonne wandeln,
deren
goldenes Licht du geliebt hast.
Ich werde alleine schlafen,
und meine Hand wird einen leeren Platz abtasten.
Ich werde ohne Unterbrechung schreiben können,
würde
doch deine sanfte Pfote nur einmal noch meinen sich bewegenden Stift berühren.
Ich werde Schönheit sehen,
aber nichts wird deiner lebendigen Grazie gleichkommen.
Ich werde Musik hören,
aber nichts wird so süß klingen wie der schnurrende Gesang, mit dem du mich
liebtest.
Ich werde meine Tage ausfüllen, aber ich werde nicht, ich kann nicht,
vergessen.
Ruhe
sanft lieber Freund. Solange ich lebe, wirst du niemals sterben."
(Michael Joseph)
Gedicht 5
Wo Du früher
warst, ist ein Loch in der Welt,
um das ich tagsüber ständig herumwandere,
und in das ich nachts falle. Ich vermisse Dich wahnsinnig.
(Edna St. Vincent Millay)
Gedicht 6
Dein Sommer kam
ins Land gezogen und ein dunkler Falter begleitete Dich ins Leben.
Er schwebte
über Dir ab Deinem ersten Lebenstag und ließ Dir die Wohltat gedeihen,
in guten
Händen zu landen; so konntest Du die Güte und Liebe eines Menschen kennen
lernen,
bevor Dein kurzer Lebensbogen zu Ende ging. Die Tränen, die Dich jetzt
benetzen, werden zu Perlen
und sie sind Dein Schmuck, der Dich am Himmel als
ein neuer Stern strahlen lässt.
Der dunkle Falter flattert weiter....
Gedicht 7
Es wird
aussehen, als wäre ich tot und das wird nicht wahr sein...
Und wenn du dich
getröstet hast, wirst du froh sein, mich gekannt zu haben.
Du wirst immer
mein Freund sein.
Du wirst Lust
haben mit mir zu lachen.
Und du wirst
manchmal dein Fenster öffnen, gerade so zum Vergnügen,...
Und deine
Freunde werden sehr erstaunt sein, wenn sie sehen,
dass du den
Himmel anblickst und lachst.
(Antoine de Saint-Exupéry)
Gedicht 8
Ihr sollt nicht
um mich weinen, ich habe ja gelebt.
Der Kreis hat
sich geschlossen, der zur Vollendung strebt.
Glaubt nicht,
ich sei gestorben, dass wir uns fern sind.
Es grüßt Euch
meine Seele als Hauch im Sommerwind.
Und legt der
Hauch des Tages am Abend sich zu Ruh´,
sende ich als
Stern vom Himmel euch meine Grüße zu
(Verfasser
unbekannt)
Gedicht 9
Wenn die Liebe
einen Weg zum Himmel fände
und Erinnerungen
zu Stufen würden,
dann würden wir
hinaufsteigen
und dich wieder zurück holen.
Gedicht 10
Ich bin nicht tot
ich tausche nur die Räume
ich lebe in Dir
und gehe durch deine Träume
Wenn du in den Himmel schaust
und dabei ein Sternchen klaust
nimm es drück es
denk an mich
denn das Sternchen das bin ich
Gedicht 11
Such mich nicht,
denn du findest mich nicht.
Du hast mich nicht verloren, ich bin dir nur vorausgegangen.
Ich bin bei dir,wie du immer bei mir bist.
Der Tag er
kommt, wo ich wieder in deinen Armen bin.
Doch bis dahin wache ich über dich und bin dir in der Nacht am nächsten
und leuchte hell nur für dich.
Gedicht 12
Als der Regenbogen verblasste
da kam der Albatross
und er trug mich mit sanften Schwingen
weit über die sieben Weltmeere.
Behutsam setzte er mich an den Rand des Lichts.
Ich trat hinein und fühlte mich geborgen.
Ich habe euch nicht verlassen,
ich bin euch nur ein Stück voraus.
Abschied
Die Liebe, die ich zurück lasse,
ist alles, was ich geben kann.
Heut öffnet sich der Himmel und spielt ein leises Lied,
denn heute kommt dein Engel der lange dich schon rief
Heut wirst du von uns gehen. Ich weiß es und bin froh. Denn heute ist zu Ende
der langen Pein und Not
Drum wenn er kommt dich holen, mein Liebling dann geh’ mit.
Er wird dich liebend tragen zum Himmel in dein Glück.
Du wirst uns hier sehr fehlen und weinen werden wir, doch wenn die Tränen
trocknen
dann lächeln wir zu dir.
Du lässt die Sonne scheinen an einem solchen Tag, dass alle Tränen trocknen
der Schmerz verfliegen mag.
Ich bin immer noch da!
Freund, bitte trauere nicht um
mich,
ich bin immer noch hier, auch wenn du mich nicht siehst.
Ich bin Tag und Nacht an deiner
Seite,
und werde für immer in deinem Herzen bleiben.
Mein Körper ist vergangen, aber
ich bin immer nah,
ich bin alles was du fühlst, siehst und hörst.
Meine Seele ist frei, aber ich
werde dich nie verlassen,
solange du mich in deinem Herzen lebendig hältst.
Ich werde niemals aus deiner
Sicht verschwinden -
ich bin der hellste Stern in einer Sommernacht.
Ich werde niemals ausserhalb
deiner Reichweite sein -
ich bin der warme weiche Sand, wenn du am Strand bist.
Ich bin die bunten Blätter, wenn
der Herbst kommt,
der reine weisse Schnee, der den Boden bedeckt.
Ich bin die wundervollen Blumen,
an denen du dich so erfreust,
das klare, kühle Wasser in einem stillen See.
Ich bin die erste bunte Blüte,
die du im Frühling siehst,
der erste warme Regentropfen, den der April bringt.
Ich bin der erste Lichtstrahl,
wenn die Sonne zu scheinen beginnt,
und du wirst sehen, dass das Gesicht im Mond meines ist.
Wenn du beginnst zu denken, das
dich niemand liebt,
kannst du durch den Herrn über dir zu mir sprechen.
Ich werde meine Antwort durch
die Blätter der Bäume flüstern,
und du wirst meine Anwesenheit in der warmen Sommerbriese fühlen.
Ich bin die heissen, salzigen
Tränen, die fliessen, wenn du weinst,
und die schönen Träume, die kommen wenn du schläfst.
Ich bin das Lächeln, das du auf
dem Gesicht eines Babys siehst.
Such nur nach mir, Freund, ich bin überall!
Letzter
Weg
Diesen Weg muß
ich alleine gehen
mit vier Beinen
und ohne Dich, mein zweibeiniger Freund.
Der laue Wind wird wieder kühler wehen
Die Sonne früher untergehen
Bis wir beide wieder sind vereint.
Ich weiß, Du
wirst sehr traurig sein
Und manche Träne um mich weinen
Unsere Wege mußt gehen Du nun ganz allein
Doch laß nicht zu viel Trauer in Dein Herz hinein
bis die Sonne wird wieder über uns scheinen.
Verwandte
Seelen wie wir, entfernen sich niemals so weit
daß sie ihr Klingen nicht mehr spüren.
Sie bleiben sich nahe, jenseits der Gefüge von Raum und Zeit
Ihrer Seelenmelodie Einzigartigkeit
wird sie wieder zusammenführen.
Darum mein
teurer Freund laß mich nun gehen
und sei für eine neue Begegnung bereit.
Links von der Regenbogenbrücke werden wir uns wiedersehen
und mit sechs Beinen unseren Weg wieder zusammen gehen
an einem anderen Ort, zu einer anderen Zeit.
(Andreas Grasl)
Bitte eines Kätzchens
Lieber Mensch, der Du jetzt mein Besitzer
bist,
nehme mich bitte nur dann bei Dir auf,
wenn Du mich wirklich liebst und lange mit mir zusammenleben willst.
Gib mir ein Plätzchen, wo ich ungestört ruhen kann,
gib mir zu fressen und zu trinken und sei gut zu mir
und gib mir Zeit, mich an Dich zu gewöhnen und Dich zu verstehen.
Lass nicht zu, dass mich jemand quält oder tötet.
Sprich mit mir, denn ich liebe Deine ruhige Stimme.
Zeige mir, dass Du mich magst und in mir ein Lebewesen erkennst,
welches vom selben Schöpfer geschaffen wurde wie Du.
Schimpfe oder schlage mich nicht,
wenn ich einmal unsauber oder krank bin, sondern zeige mir,
was ich tun mur, um in Frieden mit Dir leben zu können.
Und am Ende meiner Tage,
wenn ich nicht mehr so lustig herumhüpfen kann, wie Du möchtest
und wenn ich Dir keine Vorteile mehr bringen kann,
dann gib mich bitte nicht in andere fremde Hände
und verweise mich nicht aus Deinem Hause,
dann lass mich nicht frieren oder hungern
sondern gib mir das Gnadenbrot.
Und sollte ich so krank geworden sein,
dass ich Dir zur Last fallen werde
und Du mich nicht mehr liebst,
dann sei bitte gütig
und bereite mir einen schnellen
und barmherzigen Tod
und Dein Gott wird es Dir lohnen
hier und im Jenseits.
(Gregor Resch)
Auszug aus einem Schreiben des TH Roth
Wir Menschen wissen, dass alles
vorüber geht und Heilung möglich ist.
Tiere leben nur im „Jetzt",
es gibt für sie keine Hoffnung auf morgen und
deshalb keinen Trost. Bei
ihnen besteht in Stresssituationen ihr ganzes Sein aus
Schmerz, Angst und Leid. Ohne
Aussicht auf Verbesserung der Situation ist der Tod
Erlösung. Wir rational
lebenden Menschen fürchten ihn oft als absolutes Ende unseres Lebens,
unserer
Existenz. Für das Tier gibt es diese Angst nicht, weil der Tod in seiner Vorstellung
nicht existiert
bis zu dem Augenblick, wenn er eintritt.
Weine
nicht, weil es vorbei -
sei froh, dass es gewesen".