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Auszüge aus dem Tagebuch der Katze

 Tag 4.283 meiner Gefangenschaft:

Meine Wärter versuchen weiterhin mich mit kleinen Objekten an Schnüren zu locken und zu reizen.
Ich habe beobachtet wie sie sich den Bauch mit frischem Fleisch vollschlagen, während sie mir
nur zerstampfte gekochte Reste von toten Tieren mit kaum definierbarem Gemüse vorsetzen.
Die einzige Hoffnung die mir bleibt, ist die einer baldigen Flucht. Währenddessen erlange ich
Genugtuung in dem ich das eine oder andere Möbelstück zerkratze.

Morgen werde ich mal wieder eine Zimmerpflanze fressen.

Heute habe ich es beinahe geschafft, einen Wärter durch schleichen zwischen den Beinen zu Fall
zu bringen und ihn dadurch zu töten. Ich muss einen günstigen Moment abpassen,
zum Beispiel wenn er sich auf der Treppe befindet. Um meine Anwesenheit abstoßender zu gestalten,
zwang ich Halbverdautes wieder aus meinem Magen auf einen Polstersessel.

Das nächste Mal ist das Bett dran.

Mein Plan, ihnen durch den geköpften Körper einer Maus Angst vor meinen mörderischen Fähigkeiten
einzuflößen ist auch gescheitert. Sie haben mich nur gelobt und mir Milchdrops gegeben.
Was wiederum gut ist, weil mir davon schlecht wird.

Heute waren viele ihrer Komplizen da. Ich wurde für die Dauer deren Anwesenheit in Einzelhaft gesperrt.
Ich konnte hören, wie sie lachten und aßen. Ich hörte, dass ich wegen einer "Allergie" eingesperrt wurde.
Ich muss lernen, wie ich diese Technik perfektionieren und zu meinem Vorteil nutzen kann.

Die anderen Gefangen sind Weicheier und wahrscheinlich Informanten.

Der Hund wird oft frei gelassen, kommt aber immer wieder freudestrahlend zurück.
Er ist offensichtlich nicht ganz dicht. Der Vogel dagegen ist garantiert ein Spion. Er spricht oft und
viel mit den Wärtern. Ich glaube, dass er mich genauestens beobachtet und jeden meiner Schritte meldet.
 Da er sich in einem Stahlverschlag befindet, kann ich nicht an ihn ran. Aber ich habe Zeit.

Mein Tag wird kommen....
 

Der Schöpfer und die Katzen

Am ersten Schöpfungstag erschuf Gott die Katze
Am zweiten Tag erschuf Gott den Menschen, um der Katze zu dienen
Am dritten Tag erschuf Gott all die Tiere der Erde, um als potentielles Futter für die Katze zu dienen
Am vierten Tag erschuf Gott die ehrliche Arbeit, damit der Mensch sich für das Wohl der Katze mühen konnte
Am fünften Tag erschuf Gott den Glitzerball, damit die Katze damit spielen oder es sein lassen konnte
Am sechsten Tag erschuf Gott die Tiermedizin, um die Katze gesund und den Menschen pleite zu erhalten
Am siebenten Tag versuchte Gott zu ruhen, aber er musste das Katzenklo saubermachen. 


Gute Vorsätze einer Fellnase

Ich will nie wieder das Fischfutter von der Oberfläche des Aquariums schlürfen.

Ich will nie wieder haufenweise große Käfer fressen, nach Hause kommen und sie erbrechen,
um meinem Menschen zu zeigen, dass ich genügend Ballaststoffe bekomme.

Ich will mich nie wieder zu weit vorlehnen, um aus der Badewanne zu trinken, hineinfallen, und dann
direkt in die Kiste mit dem Klumpstreu stürmen. (Es
hat EWIG gedauert das Zeug aus meinem Fell zu kriegen !)

Ich will nie wieder mitten in der Nacht schmutzige Socken aus dem Keller schleppen, sie auf dem Bett deponieren
und aus vollem Hals miauen... damit mein Mensch meinen 'Fang' bewundern kann.

Ich will mich nie wieder mitten in der Nacht auf die Brust meines Menschen setzen und ihm in
die Augen starren, bis er aufwacht.

Ich will nie wieder im Bett meiner Menschen "Herde donnernder, wildgewordener Bestien,
die durch die Serengeti jagen" spielen, wenn sie versuchen zu schlafen.

Durch das Anschreien einer Dose Katzenfutter wird sie sich nicht selbst öffnen!

Ich kann nicht durch geschlossene Fenster springen, um draußen Vögel zu fangen!

Wenn ich das vergesse und bei dem Versuch mit meinem Kopf gegen die Scheibe knalle und hinter
das Sofa falle, werde ich nicht aufstehen und das ganze noch einmal zu versuchen.

Ich kann nicht voraussetzen, dass die Terrassentür offen ist, wenn ich nach draußen rennen will, um Blätter zu jagen !

Ich will mich nie wieder von der Terrasse zurückziehen und dabei rücklings in die Büsche fallen,
gerade wenn mein Mensch seiner Freundin erzählt wie graziös ich bin.

Ich will mich nie wieder beschweren, dass mein Hintern nass ist und ich Durst habe, nachdem ich in
meinem Wassernapf gesessen habe.

Ich will meine Menschen nie wieder beim Bad mit Kerzenlicht stören und mir meinen Schwanz ansengen.

Ich will nie wieder meine Pfote in irgendeinen Behälter stecken um zu sehen, ob etwas darin ist.
Und wenn ich es doch mache, werde ich nicht fauchen und kratzen, wenn mein Mensch mich rasieren muss,
um den Holzleim aus meinem Fell zu bekommen.

Wenn ich einen Kaktus beiße, beißt er zurück!

Es ist keine gute Idee, das Milchpulver aufzuschlecken, bevor es sich in kochendheißem Kaffee auflöst.

Wenn ich meinen Schwanz jage und an seiner Stelle mein Bein erwische, werde ich nicht in meinen Fuß beißen.
Das tut weh und mein Schrei erschreckt meinen Menschen.

Wenn es regnet, regnet es an allen Seiten des Hauses. Es ist nicht nötig, jede Tür zu überprüfen.

Vögel kommen nicht vom Vogelhaus. Ich werde es nicht herunterreißen und versuchen es zu öffnen,
um die Vögel heraus zu bekommen.

Ich will nie wieder mein ziemlich großes Selbst in das ziemlich kleine Vogelhaus stopfen (mit meinem
Schwanz an einer Seite heraushängend) und erwarten, dass Vögel einfach hereinfliegen.

Der Hund kann mich sehen, wenn ich auf ihn zu stolziere. Er kann mich sehen und wird ausweichen,
wenn ich zum Sprung ansetze, und mich gegen Wände und auf den Boden schmettern lassen.
Ja, da sind immer noch zwei sehr große Hunde im Garten. Sie sind da schon seit einigen Jahren.
Ich muss nicht so tun, als hätte ich den Horrorfilm ,Dämonen der Unterwelt' gesehen, jedes Mal,
wenn einer von ihnen an mein Fenster kommt.

Ich will nie wieder "tote Katze auf der Treppe" spielen, wenn Leute versuchen, Einkäufe oder Wäsche
hoch zu bringen. Sonst wird es eines Tages wahr werden!

Wenn Menschen Dart spielen, werde ich nicht in die Luft springen und versuchen, die Pfeile zu fangen.

Ich werde nicht wiederholt den Kopf meines Menschen attackieren, wenn er auf dem Wohnzimmerboden
liegt und versucht, Sit-Ups zu machen.

Wenn mein Mensch am Computer schreibt, sind seine Unterarme keine Hängematte.

Computer- und Fernsehbildschirme existieren nicht, um meinen wunderschönen Schwanz zu beleuchten.

Ich bin ein wandelndes 'elektrostatisches Energiefeld'. Mein Mensch braucht meine Hilfe bei der
 Installation des Motherboards nicht.

Ich will nie wieder auf der Tastatur herumlaufen, wenn mein Mensch wichtige emiognaioerp ga3gi4 taija3tg aa35.

Ich will nie wieder die Polizei ins Haus holen, indem ich den Telefonhörer herunterschmeiße und auf
den Tasten herumlaufe.

Ich will nie wieder die Kurzwahltasten mit den Auslandsvorwahlen drücken.

Alle Kreaturen, die im Haus leben (Hamster), bleiben im Haus und alle wilden Kreaturen (Frösche und
Regenwürmer) bleiben draußen. Ich darf keine Hamster befreien und dafür Frösche ins Aquarium umsiedeln.

Der Goldfisch mag das Leben im Wasser und es sollte ihm gestattet sein, in seinem Glas zu bleiben.

Ich will nie wieder Pilze fressen und dann hinter der Toilette halluzinieren.

Ich werde lernen, mich beim Tierarzt zu entspannen, sodass sie Dinge wie "Liebe Katze" und
 "Süße Katze" in meine Kartei schreiben, anstatt der, die da z.Zt. stehen, wie "BÖSE KATZE !" ,
"BEISSER !!" und "BRAUCHE HILFE!!!!!".

Ich will nie wieder den ganzen Tag stinkig gegenüber meinem Menschen sein und um 02:00 morgens
seine Nase küssen, um ihm zu sagen, dass ich ihm vergeben habe und er mich jetzt streicheln kann.

Ich will nie wieder die Kinder von Anwälten kratzen, egal wie viel sie mich gejagt und wie feste sie an
meinem Schwanz gezogen haben.

Wenn ich meinen Menschen kratzen MUSS, werde ich es nicht mehr in so einer Art und Weise tun,
dass die Narben einen gescheiterten Selbstmordversuch
vermuten lassen.

Wenn ich dem Übernachtungsbesuch meines Menschen ein Geschenk machen muss, ist meine Spielzeugmaus
ein wesentlich mehr sozial verträgliches, als eine
große lebende Kakerlake, auch wenn sie nicht so lecker ist.

Ich will nie wieder mein 'Catnip'-Spielzeug in meinem Wassernapf einweichen, um Tee zu machen.
Ich werde nicht da sitzen, meinen Tee trinken und 'high' werden.

Ich werde nicht größenwahnsinnig und fange an, Tee in der Toilettenschüssel oder in der Badewanne zu machen.
Und ich werde auch keinen Tee aus getragenen Socken, schmutzigen Unterhosen oder Haarballen machen,
wenn mein Mensch mir mein 'Catnip'-Spielzeug weggenommen hat.

Und zu guter Letzt:

Eine warme Salami-Pizza ist kein guter Platz für ein Mittagsschläfchen
 

10 Bitten an den Menschen

1.      Mein Leben dauert 10 bis 15 Jahre. Jede Trennung von Dir wird für mich ein Leiden bedeuten. Bedenke es,  
         ehe Du mich anschaffst !

2.      Gib mir Zeit, mich bei Dir einzuleben und zu verstehen, was Du von mir verlangst !

3.      Pflanze Vertrauen in mich! Ich lebe davon

4.      Zürne mir nie lange und sperre mich zur Strafe nicht ein! Du hast Deine Arbeit, Dein Vergnügen und Deine Freunde.
         Ich habe nur Dich!

5.      Sprich mit mir! Wenn ich auch Deine Worte nicht verstehe, so doch die Stimme, die sich an mich wendet

6.      Wisse, wie immer an mir gehandelt wird. Ich vergesse es nie.

7.      Bedenke, ehe Du mich schlägst, dass ich mich wehren und Dich mit Leichtigkeit kratzen und beißen könnte,
         dass ich aber keinen Gebrauch davon mache.

8.      Ehe Du mich unwillig oder bockig schimpfst, bedenke, ich bin ein eigenwilliges Wesen, das sich Dir nie ganz
         unterordnen kann

9.      Kümmere Dich um mich, wenn ich alt werde - auch Du wirst einmal alt

10.    Geh’ jeden schweren Gang mit mir. Sage nie: Ich kann so was nicht sehen oder es soll in meiner
         Abwesenheit geschehen. Es ist leichter für mich, mit Dir!

 

3 Katzen

3 Katzen treffen sich zum gemeinsamen Fressen.

Die erste Katze ist die eines Architekten, die zweite die eines Chemikers und die dritte die eines Designers.

Alle drei sitzen vor ihren Futternäpfen voller Brekkies.

Die Katze des Architekten nimmt die Brekkies, baut damit 4 Wände, zieht einen Boden ein,
setzt ein Dach drauf und umzäunt es mit den restlichen Brekkies. Als sie fertig ist bewundert sie ihr
Machwerk und frißt es auf.

Die Katze des Chemikers nimmt die Brekkies, zerkleinert sie, gibt sie in einen Glaskolben,
fügt etwas Flüssigkeit hinzu und löst das Ganze unter ständigem Rühren auf. Als sie fertig ist,
bemustert sie die Lösung und trinkt sie aus.

Die Katze des Designers nimmt die Brekkies, pulverisiert sie, nimmt einen Strohhalm, zieht sich
den Stoff durch die Nase, vögelt die anderen beiden Katzen und schreit:

ICH KANN SO NICHT ARBEITEN!

 

Warum Katzen besser sind als Männer

 Eine Katze weiß nicht, was eine Fernbedienung ist.
Eine Katze liebt dich bis zu ihrem Tod.
Eine Katze erwartet sich kein Frühstück.
Der Katze ist es egal, ob du zugenommen hast.
Alles was du tust interessiert sie.
Katzen rauchen und trinken nicht.
Deine Katze braucht nie Zeit um über eure Beziehung nachzudenken.
Du mußt keinen Kochkurs für sie besuchen.
Du mußt keine Ausreden erfinden, wenn du nur mit ihr kuscheln willst.
Katzen haben von Natur aus einen perfekten Körper. 


Warum Katzen besser sind als Frauen

Du mußt deiner Katze nicht sagen, daß du sie liebst - sie weiß, daß du es tust.
Eine Katze will immer und überall gestreichelt werden.
Eine Katze nörgelt niemals.
Katzen brauchen wenig Platz - ein sonniger Platz am Fenster reicht.
Du mußt ihr nicht sagen, daß sie schön ist.
Einer Katze ist es egal, ob du dich seit 2 Tagen nicht rasiert hast.
Deine Katze fragt dich niemals um Geld.
Du mußt deiner Katze keine teuren Geburtstagsgeschenke kaufen.
Du musst der Mutter deiner Katze keine teuren Geburtstagsgeschenke kaufen.
Du kannst ruhig mehrere Katzen haben.
 

Brief an den Weihnachtsmann

Allerorts hochgeschätzter Weihnachtsmann, man hat mir glaubhaft versichert, daß du imstande
und willens bist, Wünsche zu erfüllen. Nun - Wünsche hätte ich einige. Nicht für mich, dafür bin ich zu
 escheiden, sondern für meinen Menschen.

Da wäre einmal seine übertriebene Empfindlichkeit im Bezug auf Teppiche, Möbel und anderen Hausrat.
Stimmt - das blaue Sofa hat sich im Lauf der Zeit etwas verändert. Aber ich finde: durchaus zu seinem Vorteil.
Es hatte so etwas Unpersönliches, als es ins Haus kam. Jetzt ist es unverwechselbar unser Sofa.
Auch das eckige Holzding hat nur an Eigenart gewonnen, seit ich es behandelt habe. Daß es sich hochtrabend "Biedermeierkommode" nennt, habe ich erst dem unbeherrschten Wutgeheul meines Menschen entnommen.

Das Thema "Teppich" trägt ebenfalls zu unserem gespannten Verhältnis bei. Was war er am Anfang,
als wir ihn in alle Zimmer legen ließen? Eine öde, glatte Fläche in Braun. Jetzt kommen die schönen
langen Fasern seiner Unterwolle erst richtig zur Geltung. Daß er als Mensch einen etwas unterentwickelten
Schönheitssinn hat, ist ja nun wirklich nicht meine Schuld.

Ebenfalls unzufrieden bin ich mit seinem fragwürdigen Sinn für Humor. Was bitte, ist komisch daran,
wenn ich herauszufinden versuche, wie lang eine Klopapierrolle ist? Was erheitert einen geistig
gesunden Menschen an der Tatsache, daß ich den ekelhaften Rasierschaum zunächst für Schlagsahne
gehalten habe?

Und daß ich in die fast unergründlichen Tiefen der Badewanne gestürtz bin, ist nicht lustig, sondern tragisch.
Lächerlich ist höchstens eines: daß mein Mensch noch immer erwartet, ich würde meine Krallen an
dem seltsamen Ding schärfen, das er dafür vorgesehen hat.

Lieber Weihnachtsmann, schon nach diesen wenigen Beispielen kannst du sicher erraten,
was ich mir für meinen Menschen wünsche:

ein wenig mehr Würde in seinem Verhalten und Verständnis für eine empfindsame Katzenseele.

Es erwartet in Ungeduld Dich und den Heiligen Abend
 

Es gibt nichts schöneres...

 ... als eine selig schlafende Katze
... als das Schnurren einer glücklichen Katze
... als dieses seidig weiche Fell zu streicheln
... als eine Katze beim Spielen zu beobachten
... als zwei Katzenaugen die Dich liebevoll angucken
... als ein wunderschöner, geschmeidiger Katzenkörper
... als eine glückliche Katze, die sich in der Sonne wälzt
... diese weichen, warmen Kissen an ihren Pfötchen zu streicheln
... als eine kleine Katze beim erwachsen und alt werden zu begleiten
... als einer sturen Katze mit ihrem bockigen Blick mal wieder nachzugeben
... als dieser dankbare und liebevolle Blick, wenn man sie mal wieder gesundgepflegt hat
... ja, ... als ein wunderbares Lebewesen genannt "Katze"


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